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GELTERKINDEN

school campus and extension

1st Price in an open competition

architecture: atelier amont

structure: whpingenieure 

sustainability: dario biscaro

gelterkinden, baselland, switzerland

Inmitten der hügeligen Landschaft des Juras am Rand der Stadt Gelterkinden, bildet die Schullandschaft eine Verbindung zwischen der st.dtischen Urbanisierung und den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen, die für diese Region charakteristisch sind.

 

Die Gestaltung der Freiräume orientiert sich am Fluss der Menschen entlang der verschiedenen Ränder und Zugangspunkte des Geländes. Das Projekt versteht sich als behutsame Fortführung der vorhandenen Freiraumelemente und Sequenzen, die über geschwungene und organische Wege verbunden werden, um so verschiedene Funktionen abzugrenzen und Bewegungen zu lenken. Der Eingang zur Schule setzt die bestehende Achse fort und schafft einen zentralen Eingangspunkt/-platz auf der Hofseite und eine Nebenverbindung mit sanfter Landschaftstreppe und Rampe auf der südöstlichen

Seite in Richtung offener Feldlandschaft.

 

Die Aussenbereiche erstrecken sich von Norden nach Süden und nehmen dabei allm.hlich einen Übergang von organisch zu mineralisch an. Die bestehende Topografie wird dabei mit ihren verschiedenen Ebenen aufgegriffen und sanft weiterentwickelt und angepasst. Auf der untersten Ebene entwickelt sich eine multifunktionale Platzfläche aus wassergebundenem Kiesbelag, welcher durch grüne Haine gegliedert wird. Sie spenden Schatten und bieten Schüler/-innen als auch Eltern, die auf ihre Kinder warten, eine angenehme Kühle. Der Raum ist flexibel und leicht an die verschiedenen Nutzungen anpassbar, wie für Veranstaltungen oder Spiele. Im Übergang zu den bestehenden Hofflächen der Nachbargebäude wird eine grosszügige barrierefreie Promenade mit Sitznischen und Regenwassermulden entwickelt.

 

Die sanft gewellte Topografie, als Anspielung auf die Molasse der Alpenregion, trennt den mineralischen Belag auf der untersten Platzebene von den organischeren Wiesenbereichen auf der zweiten Ebene und dem Hang in Richtung Garten im Norden. Dieser Raum fungiert sowohl als visuelle Grenze als auch als topografischer Spielplatz für Kinder und verwandelt den Höhenunterschied zwischen den beiden Hauptbereichen in eine spielerische Erfahrung. Das zentrale Element bildet hierbei ein konzentrischer Birkenhain mit einer Plattformstruktur, die sowohl als Treffpunkt innerhalb des Campus, als auch als flexibler Raum und Bühne für verschiedene schulische Veranstaltungen dient. Geschützt durch das Blätterdach der Bäume ermutigt dieser Raum zur Nutzung und fördert die Interaktion.

Die Hänge im Übergang zum Schulgarten im Norden werden sanft weiterentwickelt. Um hier extensive Wiesenflächen zu entwickeln, entsteht ein Wegesystem aus schmalen Pfaden, welches sich auf das Thema Produktivität durch die Pflanzung von Streuobst und einem angepassten Pflegeregime konzentriert. Die Hänge werden zudem durch sanfte Heckenelemente gegliedert und bieten Ausblicke auf das Zentrum des Schulgeländes sowie auf die umliegende Kulturlandschaft. Gleichzeitig dienen sie auch als landschaftliche Elemente zur Wassersammlung, in welchen sowohl das Regenwasser vom Dach des Gebäudes als auch das Wasser aus der Landschaft zu einem zentralen Wasserelement

geleitet wird, wo es in Form eines kleinen Teichs gesammelt und gespeichert wird. Dieses Wasser wird zur Pflege des neuen Schulgartens genutzt und bietet in den heissen Sommermonaten einen kühlen Raum.

Ziel des Entwurfes ist die Integration einer barrierefreien und multifunktionalen Nutzung der besonderen Topografie des Ortes und die Entwicklung einer ökologisch hochwertigen Pflanzpalette durch die Schaffung einer hohen Biodiversität. Wert wird ausserdem auf die Wiederverwendung von anfallendem Bodenaushub und die Nutzung von Abbruch und Recycling-Material für die neuen Ausstattungselemente gelegt.

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